Licht Kolumne „Es lebe die Gelassenheit“

Begegnungen im Licht

🔸 Gastbeitrag von Autor & Maler Mirko Sven Rathke 🔸
🌟 sehen, begreifen – leben & reifen đź’–

Hey, mal ehrlich: Was nützt es uns eigentlich, all diesen unendlichen Novitäten kurzatmig hinterher zu hechten? Im Grunde bedient es nur die unstillbare Neugierde, gewiss & befriedigt den Drang, vorn das Geschehen zwar geballt zu inhalieren, doch am Gesagten können wir nicht wirklich maßgeblich mitwirken, es sei denn, wir unken derweil nur fleißig mit. Und bedienen anbei ein Hamsterrad 2.0. Doch gemach.

Nehme mir kurzerhand MuĂźe zur Brust & beschaue inwendig, was mir selbst dazu ersichtlich wird. In der Ruhe & Balance zu bleiben, gerade wenn es da drauĂźen noch so herumberserkert, wird stimmig. Frieden und Stille vermag dem Chaos da drauĂźen simultan kraftvoll entgegenwirken, wenn ich diesen Worten halt Bedeutung und Raum schenke. Das ist meine Entscheidung. Bin in den letzten Monaten immer wieder mit der Aussage des „sich selbst genĂĽgens“ konfrontiert worden. Das löst in mir Vieles aus. Ganz tiefes, langsames ein- & ausatmen.

Viele Emotionen kamen hoch, wirschten in mir, Erinnerungen, Ereignisse, jene schicksalshafte Momente, von Feigheit, Wagemut, von Schlüsselsteinen, die von riskanten aber richtigen Entscheidungen geprägt waren. Seit meiner Kindheit schon empfinde ich solche Situationen als fortwährende Reifeprüfungen, in denen ich mich bewähren möge. Ich darf Fehler machen, ja, & diese auch innig bereuen und freudig darüber sein, wenn intuitive Richtungswechsel sich später als gut & sinnvoll erweisen.

Meine Werkzeuge zur inneren Charakterbildung sind der kritische Reflektionsmodus, das Abwägen von Optionen, Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten, das Ringen um Selbstvertrauen. Ich erarbeite mir dies durch analytische Differenzierungsübungen. Geistiges Sezieren von Themen. Freudvolles Beleuchten aller Aspekte, wie mein treuer Kumpel Manuel es gern konstatiert. Eine Spezialität im kleinsten Freundeskreis. Offenheit und gedankliche Beweglichkeit, entspannter Umgang damit, sich auch mal gediegen irren zu können, um dann beherzt gemeinsam darüber zu lachen. All das sind Qualitäten, wo es sich lohnt, dem nachzuspüren.

Just heut morgen, als ich meiner guten Freundin Manuela aus Neuseeland schrieb, kam die Sprache darauf, dass wir uns auf einer Reise nach Innen befinden, zum Kern unseres menschlichen Wesens. Schlicht die Hinwendung zu MitgefĂĽhl, Treue, WĂĽrde und Liebe im Besonderen.
Was das Ende von Illusionen, die Abkehr von falscher Lebenswahrnehmung bedeutet, sprich; von unserer innerlichen Entfremdung.

Es sind diese zentralen Punkte, welche uns Menschen nach und nach deutlicher gewahr werden dürfen & zwar dahingehend, was uns letztlich alle auch eint. Unser natürliches Sein. Dies mit allen individuellen Ausprägungen eben. Nicht jedoch im herkömmlichen, dystopischen Sinne, nein, sondern in dem neuen Betrachtungsansatz, was uns eben im ursprünglichen Sinne mit einander verbindet. Dies erschafft & knüpft ein neues Band in uns selbst, miteinander und vor allem auch lässt es den Erfahrungsschatz unserer Ahnen und Altvorderen wieder mit in den Kreis unseres Bewusstseins treten.

Denn dies wurde zuvor vehement, gezielt, klammheimlich & still von uns weggebrochen. Mittels Implementierung von Schuld, Scham & Schande besetzt, befleckt, zu einem Kult, zu einem Dogma, zu einem Tabu erhoben. Zu erkennen, was wahr ist, und dann jenen Schmerz behutsam aufzulösen, indem wir uns endlich jenem verkrusteten Anliegen unseres Herzens aufmerksam, ehrlich & achtsam widmen. Das tut so gut.

Die Welt wird eine Neue sein. Gehen wir es an. Räumen auch wir endlich innerlich auf, entrümpeln wir dröge Gewohnheitsmuster, veraltete Glaubenssätze, schräge Annahmen auf, hinterfragen wir sie, lassen los & gestalten uns sodann ein solideres Ambiente mit echtem Wohlgefühl. Dies mag dann der kleinste Nenner sein, auf den wir uns einigen können. Frischer Neubeginn: Dem Leben wieder vertrauen. Verankern wir neue Haltungen & erfahren wir unsere Heimat, erleben Geborgenheit.

Wünsche euch einen schönen Sonntag. Mirko

Bildtitel : „Begegnungen im Licht“
Maler: Mirko Sven Rathke, Autor und freischaffender Dipl. Illustrator
Die Urheberrechte an Bild und Text verbleiben stets beim Illustrator, Mirko Rathke (c)
Bei Interesse am Bild, bitte mit mir Kontakt aufnehmen.

P.S. Eine Anregung zu dieser Kolumne kam von jbaumann. In seinem Telegram Kanal  🔷️ https://t.me/jbaumann_puzzle  🔷 publiziert er Hintergründe, Analysen, Meinungen und Podcasts zum aktuellen Zeitgeschehen 🔷

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